Die Forderung nach der Einführung einer Zuckersteuer kommt wieder auf den Tisch – und ich halte sie weiterhin für den falschen Weg. Als gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion sage ich klar: Eine solche Abgabe würde vor allem Verbraucherinnen und Verbraucher zusätzlich belasten, ohne das Problem wirksam zu lösen.
Zuckersteuer: Mehr Kosten, wenig Wirkung
Eine Steuer auf Zucker – etwa auf bestimmte Getränke oder Produkte – klingt auf den ersten Blick nach einem einfachen Mittel. In der Realität ist sie aber nicht zielführend. Sie verteuert den Einkauf und trifft damit am Ende alle, unabhängig davon, wie sie sich tatsächlich ernähren.
Für mich gilt: Vater Staat ist nicht der Erziehungsberechtigte. Jeder Mensch muss frei und eigenverantwortlich über seine Ernährung entscheiden können, ohne, dass der Staat mit zusätzlichen Abgaben erzieht oder lenkt.
Erfahrungen aus anderen Ländern sprechen gegen die Steuer
Befürworter verweisen gern auf andere Länder. Doch ein genauer Blick zeigt: Eine Zuckersteuer ist kein verlässliches Instrument.
Als Beispiele lassen sich die Schweiz und Großbritannien nennen: In der Schweiz ist der Anteil von Menschen mit Adipositas geringer als in Großbritannien, obwohl letztere eine Zuckersteuer auf bestimmte Getränke erhebt und die Schweiz eine solche Steuer ablehnt. Das zeigt: Eine Zuckersteuer ist kein Garant für bessere Gesundheit.
Mein Ansatz: Gesundheitskompetenz stärken statt neue Abgaben
Natürlich haben wir Herausforderungen, etwa bei Übergewicht und ernährungsbedingten Erkrankungen. Aber wer wirklich nachhaltig etwas verändern will, muss an den Ursachen ansetzen. Mein Weg ist deshalb ein anderer. Wir müssen die Gesundheitskompetenzen stärken, Prävention neu denken und nicht die Menschen zusätzlich belasten. Damit schaffen wir es, dass die Menschen nachhaltig gesünder leben und wir die Zahlen wirklich nach unten bekommen.
